Die Spätvorstellung bleibt für wenige Titel reserviert. Nach einem langen Arbeitstag lohnt sie sich vor allem, wenn der Heimweg kurz ist oder der Film so viel Reiz hat, dass die Müdigkeit zweitrangig wird. Für alles andere gilt: lieber eine Stunde früher beginnen.
Ein Gedanke am Rande, der mit der Filmwahl nur lose zu tun hat: Das Dortmunder U, in dem das Kino im U sitzt, war einmal der Turm der Union-Brauerei. Dass in einem Haus, das für Bier gebaut wurde, heute Filme in Originalsprache laufen, ist eine dieser Dortmunder Wendungen, die man auf dem Weg zum Saal beiläufig mitnimmt. Mehr braucht es dafür nicht, und genauer erzählt wird es an anderer Stelle.
Praktisch ist eine feste Reihenfolge, die sich bei jedem Besuch wiederholen lässt. Erst klären, ob es ein Film für den Saal im Zentrum oder für eine Veranstaltung sein soll. Dann das Programm des Hauses aufrufen, Sprachfassung und Startzeit prüfen, und zuletzt entscheiden, ob Karten vorab sinnvoll sind. Dass sich das Kino Dortmund Programm täglich verändern kann, gehört dazu: Sonderveranstaltungen werden gelegentlich später angekündigt, als man es gern hätte, und eine Reihe kann ausfallen oder verschoben werden.
Bei der Wahl zwischen Hauptfilm und Nebenreihe hilft eine einfache Frage: Soll der Abend vor allem unterhalten oder soll er etwas hinterlassen? Für das Erste ist das Multiplex gebaut, für das Zweite sind es die kleineren Häuser. Beides ist legitim, und kein Haus ist besser als das andere, solange es zum Anlass passt. Wer mit Freunden verabredet ist, die selten ins Kino gehen, fährt mit dem breiten Angebot im Zentrum fast immer besser; wer allein geht und Lust auf einen Film hat, über den danach noch gesprochen wird, sucht zuerst im Programmkino.
Wer Filme nicht nur aussucht, sondern auch einordnen möchte, findet auf der Seite Kinokritiken und Empfehlungen eine Sammlung von Einschätzungen, die bei der Auswahl helfen. Ein Urteil über Filme ersetzt sie nicht, aber sie spart den zweiten Blick auf Trailer, die ohnehin immer das Beste zeigen.
Kino Dortmund: drei Arten von Häusern
Wer das Kino Dortmund als Ganzes betrachtet, findet im Kern drei Typen, und die Unterschiede sind für die Entscheidung wichtiger als jeder einzelne Titel auf dem Plakat.
Der erste Typ ist das Multiplex. Das CineStar an der Steinstraße 44 (44147) hat vierzehn Säle und deckt damit die breiteste Auswahl ab: neue Starts, große Produktionen, Filme für Familien und Jugendliche, oft mehrere Vorstellungen am Tag. Das Haus eignet sich, wenn der Abend spontan ist, wenn eine Gruppe sich nicht auf einen Film einigen kann oder wenn es einfach der aktuelle Blockbuster sein soll. Weil so viele Säle parallel laufen, ist die Chance groß, dass irgendwo kurz nach der Ankunft ein passender Film beginnt.
Der zweite Typ ist das Programmkino, also ein Haus, das sein Programm nach Auswahl und nicht nach Masse zusammenstellt. Dazu zählt das sweetSixteen in der Immermannstraße 29, untergebracht im Depot, und die Schauburg in der Brückstraße 66 (44135). Die Schauburg hat zwei Säle und führt sich selbst als „Lichtspiel und Kunsttheater“, eine Bezeichnung, die ziemlich genau sagt, was dort zu erwarten ist: Filme, die abseits des Mainstreams laufen, oft mit mehr Raum zum Nachdenken als zum Popcorn-Rascheln. Ein Programmkino lohnt sich vor allem dann, wenn schon ein bestimmter Film im Kopf ist und keine Beliebigkeit gewünscht wird.
Der dritte Typ ist der Veranstaltungsort mit einer einzigen Leinwand. Das Kino im U sitzt im Dortmunder U auf der Leonie-Reygers-Terrasse (44137) und hat einen Saal. Hier laufen Reihen wie „Weltsichten“, bei der Filme im Original mit deutschen Untertiteln gezeigt werden und der Eintritt manchmal frei ist, sowie Festivalvorführungen, etwa beim Frauenfilmfest. Das Roxy an der Münsterstraße 95 passt in dieselbe Schublade: ein Saal, rund 330 Plätze, Filmabende und Festivalveranstaltungen, geführt unter dem Stadtbezirk Mitte. Bei der Hausnummer gehen die Angaben auseinander, manche Verzeichnisse nennen die 97, deshalb lohnt vor dem ersten Besuch ein Blick auf die Seite des Hauses.
Die Mischung der Häuser hat einen praktischen Vorteil: Wer in Dortmund ins Kino geht, muss sich nicht für eine einzige Art von Abend entscheiden. Eine Woche kann aus einem lauten Familienfilm im Multiplex bestehen, aus einem stillen Titel in der Schauburg und aus einer Veranstaltung im Kino im U. Genau diese Bandbreite macht das Kino Dortmund für Besucher interessant, die mehr als den einen Saal kennen wollen. Wer sich auf ein Haus festlegt, verpasst zwangsläufig die Hälfte dessen, was die Stadt zu bieten hat.
Eine ausführlichere Beschreibung aller Häuser, geordnet nach Lage und Charakter, steht auf der Seite Kinos in Dortmund im Überblick. Wer ein Kino in Dortmund zum ersten Mal ansteuert, findet dort auch die Hinweise, worauf bei einem Saal mit nur einer Leinwand zu achten ist.
Open-Air-Kino im Sommer: Westfalenpark und Hafen
Im Sommer erweitern zwei Freiluftangebote das Kino-Dortmund-Programm: das PSD Bank Sommerkino auf der Seebühne im Westfalenpark und die Filmnächte Dortmund in der Halle im Hafen. Beide beginnen erst bei Dunkelheit, und ihr Programm erscheint jeweils erst kurz vor der Saison. Zeiten, Plätze und Preise der letzten Saison stehen auf der Seite zum Open-Air-Kino, mit dem Hinweis, dass sie für die nächste Saison neu zu prüfen sind.
Beide Orte unterscheiden sich im Charakter. Der Westfalenpark bietet die klassische Freiluft-Atmosphäre: Parkluft, Abendlicht, ein Film, der mit der Dämmerung beginnt. Der Hafen dagegen ist industriell: Eine ehemalige Industriehalle gibt dem Abend einen anderen Ton als ein Park mit Seebühne. Wie viel davon überdacht ist, sollte vorab beim Veranstalter nachgesehen werden. Wer empfindlich auf Kühle reagiert, packt in beiden Fällen eine Jacke ein, auch im Juli.
Für beide Orte gilt außerdem, dass Open-Air-Kino ein Abend im Freien bleibt. Wer eine Decke oder ein Kissen mitbringen darf, entscheidet der jeweilige Veranstalter, und diese Hausregeln sollten vorher gelesen werden. Zum Ton gehört, dass er sich im Freien anders verhält als im Saal: Wind, Vögel und ein Flugzeug am Himmel gehören dazu, und wer das nicht mag, bleibt besser im Saal. Ein Film, der leise Dialoge lebt, wirkt draußen oft anders als einer mit großer Kulisse.
Der Hoeschpark im Norden der Stadt hat in der Vergangenheit ebenfalls Filmabende gesehen. Ob dort im nächsten Sommer etwas läuft, lässt sich aus dem Stand nicht sagen, deshalb gilt: nur nutzen, was die aktuelle Ankündigung bestätigt.
Mehr zu den Orten, zur Ausstattung und zu dem, was bei einem Abend im Freien zu bedenken ist, steht auf der Seite Open-Air-Kino und Freiluftkino in Dortmund. Dort lässt sich auch nachlesen, was ein Open-Air-Abend von einem Saalbesuch unterscheidet, bei Ton, Sitzplatz und dem Ende der Vorstellung.
Eine Frage bleibt offen, und sie betrifft jede Saison neu: Wie viele Termine es im nächsten Jahr geben wird und ob sich Spielorte ändern, wissen auch die Veranstalter erst spät. Das Fenster zwischen Programmveröffentlichung und erstem Abend ist im Sommer kurz.
Angebote, Kinotag und Tickets
Beim Kartenkauf zeigen sich die Unterschiede der Häuser noch einmal von einer praktischen Seite. Das Multiplex arbeitet mit Preislisten, Kinotagen und Zuschlägen, ein Programmkino mit klaren Eintrittspreisen und gelegentlichen Sonderreihen, und die Open-Air-Angebote setzen auf Pauschalen oder Einzelpreise pro Abend.
Das CineStar nennt auf seiner eigenen Preisseite einen wöchentlichen Kinotag am Dienstag. Wer flexibel ist, kann seinen Kinoabend darauf legen und so bei den Angeboten das Beste mitnehmen. Welche Beträge oder Rabatte konkret gelten, steht dort und nicht hier, denn Zahlen veralten, und eine falsch genannte Ermäßigung ärgert an der Kasse mehr als sie nützt. Bei den kleineren Häusern ist die Lage ähnlich: Sonderaktionen, Reihen mit freiem Eintritt wie manche „Weltsichten“-Termine im Kino im U oder Festivalpreise gibt es, aber sie hängen von der Veranstaltung ab.
Sinnvoll ist ein kurzer Ablauf vor jedem Besuch. Zuerst auf der Seite des Hauses nachsehen, ob am gewünschten Tag ein Angebot gilt. Dann prüfen, ob es für die Vorstellung Karten im Vorverkauf gibt oder ob die Abendkasse reicht. Bei kleinen Sälen, etwa im Roxy mit seinen rund 330 Plätzen oder im Kino im U, kann ein Festivalabend ausgebucht sein, während im Multiplex derselbe Samstag ruhig bleibt. Bei Filmnächten und Sommerkino lohnt sich die Frage nach Wetterregelung, bevor man losfährt.
Eine Übersicht, wie sich Rabatte und Aktionen über die Häuser verteilen, bietet die Seite Kinoangebote und Rabatte. Sie verzichtet auf Prozentzahlen, die nicht dauerhaft stimmen, und beschreibt stattdessen, wo sich nachsehen lässt und wie sich die Angebote zueinander verhalten. Das ist weniger spektakulär als eine Tabelle, aber es ist die ehrlichere Form.
Ein weiterer Gedanke, der oft untergeht: Ein günstiger Tag lohnt sich nur, wenn der Film auch passt. Wer nur wegen des Preises einen Titel nimmt, der nicht interessiert, spart wenig, und wer für das Programmkino ein paar Euro mehr ausgibt, weil dort der gewünschte Film läuft, gibt sie gut aus. Die Wahl des Hauses geht vor der Wahl des Tarifs.
Wege, Ankunft und was sonst noch zählt
Dortmund hat ein dichtes Netz aus U-Bahn und Straßenbahnen, der Hauptbahnhof ist der Knoten. Haltestellen und Linien zu jedem Haus stehen in der Übersicht der Kinos, zusammen mit einer Karte. Weil sich Fahrpläne ändern, lohnt kurz vor dem Losgehen ein Blick in die Fahrplanauskunft.
Zwischen den Häusern liegen unterschiedliche Entfernungen, und das beeinflusst die Wahl stärker, als man vermutet. Das CineStar an der Steinstraße, das sweetSixteen in der Immermannstraße und die Schauburg an der Brückstraße lassen sich als Innenstadthäuser zusammenfassen, auch wenn jede Adresse ihren eigenen Weg verlangt. Das Kino im U ist Teil des Dortmunder U, des früheren Union-Brauereiturms, in dem heute Kunst und Kultur zu Hause sind. Das macht den Besuch dort zu einem Doppelabend: erst ein Gang durch das Haus, dann der Film. Das Roxy sitzt an der Münsterstraße, und für die Open-Air-Orte gilt: Wer zum Westfalenpark oder in den Hafen will, plant den Abend mit Anreise und Rückweg.
Was im Alltag gern vergessen wird, ist der Rückweg. Ein Film, der erst gegen Mitternacht endet, verlangt eine Heimfahrt, die vorher geklärt sein sollte, besonders im Sommer, wenn das Open-Air-Kino erst bei Dunkelheit beginnt und entsprechend spät endet. Eine Minute Planung vorab spart den Ärger an der Haltestelle.
Wie Orte, Reihen und Festivals in der Stadt zusammenspielen, beschreibt der Text über die Kinokultur in Dortmund. Für den Dienstagabend, von dem diese Seite ausging, braucht es das nicht, aber es erklärt, warum sich die Häuser so unterscheiden.
Bleibt die Entscheidung für heute Abend, und die lässt sich in drei Schritten treffen. Erst das Format: Multiplex, Programmkino oder Veranstaltung mit einer Leinwand. Dann die Zeit: Nachmittag, Hauptabend oder Spätvorstellung. Zuletzt der Weg, denn davon hängt ab, ob der Film überhaupt erreichbar ist. Wer das einmal durchgespielt hat, braucht die Suche nach „Kino in Dortmund“ künftig nur noch für die Uhrzeit. Ein letzter praktischer Hinweis zur Ankunft: Das Kino im U und das Roxy sind Häuser mit einer einzigen Leinwand, hier lohnt es sich, zehn Minuten vor Beginn da zu sein, weil dort keine zweite Vorstellung zur Rettung bereitsteht.